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SOLARSYSTEME
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In Anwendungen der Photovoltaik unterscheidet man netzgekoppelte und netzferne (= Insel-) Anlagen.
Da Auslegungen für Inselanlagen sehr komplex werden können, beschränken wir uns im folgenden ausschliesslich auf Netzanlagen, Ihre Anfrage nach Inselanlagen richten Sie bitte direkt an uns.
Netzgekoppelte Systeme
Eine netzgekoppelte Photovoltaikanlage besteht hauptsächlich aus den folgenden Komponenten:

Die Solarmodule (meist auf dem Dach) sind über Dachhaken und eine stabile Unterkonstruktion mechanisch direkt mit dem Sparren verbunden. Elektrisch werden mehrere Solarmodule in einen Strang (in Reihe) und ggf. auch mehrere Stränge (parallel) verschaltet.
Die Auswahl des Wechselrichters orientiert sich hauptsächlich an der Grösse der Photovoltaikanlage – oft aber auch an den örtlichen Verhältnissen oder des Komforts für den Kunden. Der oder die Stränge werden in den Wechselrichter geführt (DC = Gleichspannung) und vom Wechselrichter ein- oder dreiphasig (AC = Wechselstrom) zum Zählerplatz.
Nach der Neufassung des EEG kann der Kunde ab 2009 wählen, ob er Volleinspeisung oder Eigennutzung wünscht:
Volleinspeisung:
Der gesamte erzeugte Solarstrom wird über einen eigenen Einspeisezähler direkt in das öffentliche Netz eingespeist. So bekommen Sie für jede eingespeiste kWh die volle gesetzliche Vergütung von bis zu 0,4301 EUR/kWh*.
Eigennutzung oder Differenzeinspeisung:
Anlagen bis zu 30 kWp können den selbst erzeugten Strom auch selbst nutzen. Hierzu wird neben des Einspeisezählers für den Solarstrom aus der Photovoltaikanlage auch ein sog. Zweirichtungszähler gesetzt. Dieser zählt nach wie vor den gesamten aus dem Netz bezogenen Strom (mit Haushaltstarif), aber auch den in das öffentliche Netz eingespeisten Strom.
Da die Photovoltaikanlage nun hausseitig elektrisch angeschlossen wird, bewirkt dies zunächst den Verbrauch des Solarstroms im Haus, lediglich überschüssiger Strom (z.B. sehr sonnige Tage oder geringer Hausverbrauch) wird weiter eingespeist, bei schwacher Soalrleistung oder nachts beziehen Sie weiterhin Ihren Haushaltsstrom. Der Zweirichtungszähler zählt nur den eingespeisten Solarstrom. Aus der Differenz des eingespeisten Solarstroms (Zweirichtungszähler) mit dem gesamten Solarstrom (Einspeisezähler) errechnet man den selbst verbrauchten Solaranteil. Darüber hinaus gewährleistet diese Einrichtung, dass die Erzeugung und der Verbrauch des Solarstroms absolut zeitgleich erfolgen muss.
In 2009 werden in dieser Konstellation der eingespeiste Solarstrom mit 0,4301 EUR/kWh* vergütet, der selbst verbrauchte Anteil mit 0,2501 EUR/kWh* plus eingespartem Strom. Somit rechnet sich die Differenzeinspeisung ab einem Strompreis von 0,18 EUR/kWh*.
Da Sie aber weiterhin ohne Speicherelemente (Batterien sind da einfach noch zu teuer) arbeiten, haben Sie bei schlechtem Wetter, Stromausfall oder Nachts keinen Solarstrom.
Übrigens: Sie sind nach wie vor völlig frei, auch bei anderen als dem örtlichen Netzbetreiber Ihren Strom zu beziehen.

Die Entscheidung zwischen Voll- und Differenzeinspeisung ist aber nicht endgültig: Ein kleiner Umbau des Zählerschrankes genügt.
*= alle Werte gelten für 2009
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